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Medikamentenmanagement – Definition und Tipps

Newsartikel

Krankenpfleger und pflegende Angehörige tragen eine große Verantwortung beim Umgang mit Medikamenten für die Patienten. Es sollten einige Grundlagen des Medikamentenmanagements beherrscht werden, um die Sicherheit der Kranken zu gewährleisten. Egal, ob Tabletten, Säfte oder Pulver – die Medikamente müssen gerichtet und verabreicht werden. Daher sollte man bei der Medikamentenvergabe systematisch vorgehen, um die Medizin nicht zu verwechseln oder überzudosieren.

In diesem Artikel erfahren Sie Wissenswertes über das Medikamentenmanagement, was dabei zu beachten ist, wie man den Überblick bei der Medikamentenvergabe behält und was die 6 R Regel damit zu tun hat.

Was versteht man unter Medikamentenmanagement?

Ein Medikamenten-Potpourri ist für viele ältere Menschen mittlerweile zur Normalität geworden, seien es Arzneimittel gegen Bluthochdruck oder damit das Herz schneller schlägt.

Da es gerade in Krankenhäusern immer wieder Fehlerquellen gibt, wenn Krankenpfleger die Medikamente richten, ist ein gutes Medikamentenmanagement unabdingbar.

Die sichere und effektive Anwendung von Arzneimitteln ist das Ziel eines guten Medikamentenmanagements, um eine individuell angepasste, optimale und patientenzentrierte Arzneimitteltherapie sicherzustellen. Die koordinierte und systematische Betreuung sowie Überwachung der Medikation eines Patienten durch medizinisches Fachpersonal spielt eine immer wichtigere Rolle in der modernen Gesundheitsversorgung, insbesondere bei Patienten, die mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen.

Das Medikamentenmanagement trägt maßgeblich dazu bei, Fehler bei der Medikamenteneinnahme zu vermeiden, die Arzneimittelsicherheit zu erhöhen und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Es gewährleistet eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Apothekern und anderen medizinischen Fachkräften, um eine bestmögliche pharmazeutische Versorgung zu erreichen. Vor allem bei chronisch kranken Patienten, älteren Menschen oder Patienten mit multiplen Erkrankungen kann ein professionelles Medikamentenmanagement mögliche Komplikationen reduzieren und die therapeutische Wirksamkeit optimieren.

Was ist Teil des Medikamentenmanagements?

Immer mehr ältere Menschen sind auf eine Vielzahl von Medikamenten angewiesen. Besonders bei pflegebedürftigen Patienten in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen ist es von größter Bedeutung, dass Ärzte und Pflegepersonal sorgfältig darauf achten, dass jeder Patient die für ihn bestimmten Arzneimittel erhält. Demzufolge wurde die 6-R-Regel entwickelt, die als allgemeiner Leitfaden dient. Durch die Einhaltung der 6 R Regel können Pflegekräfte sicherstellen, dass jeder Patient die für ihn bestimmten Medikamente zur richtigen Zeit, in der korrekten Dosis und Verabreichungsform erhält. Die sorgfältige Umsetzung dieser Regel trägt maßgeblich zur Sicherheit und Effektivität des Medikamentenmanagements bei.

  1. Richtiger Patient: Stellen Sie sicher, dass das Medikament dem richtigen Patienten zugeordnet ist, indem Sie Identifikationsmerkmale wie Name oder Geburtsdatum abgleichen.
  2. Richtige Zeit: Verabreichen Sie das Medikament zur vorgesehenen Zeit, um eine optimale Wirkung und Wirksamkeit sicherzustellen.
  3. Richtiges Medikament/Wirkstoff: Überprüfen Sie, ob das verabreichte Medikament oder der Wirkstoff mit der ärztlichen Verordnung übereinstimmt.
  4. Richtige Dosis: Achten Sie darauf, dass die verabreichte Dosis der ärztlichen Vorgabe entspricht, um mögliche Über- oder Unterdosierungen zu vermeiden.
  5. Richtige Verabreichungsform: Stellen Sie sicher, dass das Medikament in der für den Patienten geeigneten Form verabreicht wird, beispielsweise als Tablette, Kapsel oder Injektion.
  6. Richtige Dokumentation: Dokumentieren Sie die Medikamentengabe ordnungsgemäß, um eine lückenlose Nachverfolgung sicherzustellen und mögliche Fehler zu vermeiden.

Die 10 R Regel bei der Medikamentengabe

Früher bestand die 6-R-Regel aus fünf abzufragenden Punkten, jedoch wurde die Dokumentation als zusätzlicher Schritt hinzugefügt. Durch die strikte Einhaltung der 6-R-Regel kann das Pflegepersonal sicherstellen, dass jeder Patient die für ihn bestimmten Medikamente zur richtigen Zeit, in der korrekten Dosierung und Verabreichungsform erhält. Dies gewährleistet eine sichere und angemessene medikamentöse Versorgung der Patienten.

Mittlerweile gibt es sogar die 10 R Regel bei Medikamenten, die außer den bisherigen sechs Regeln vier weitere beinhaltet. Hierzu zählen die richtige Anwendungsdauer der Medikamentenverabreichung, die richtige Aufbewahrung der Arzneimittel, das richtige Risikomanagement, um Fehler zu vermeiden, und die richtige Entsorgung der Medikamente.

Wie stellt man Medikamente richtig zusammen?

Laut Expertenstandard beim Medikamentenmanagement in der Pflege ist die sorgfältige und gewissenhafte Organisation der Arzneimittelversorgung eine äußerst verantwortungsvolle Aufgabe. Das Medikamentenmanagement umfasst nicht nur die Verabreichung der Medikamente, sondern auch die Entgegennahme der ärztlichen Verordnung, die Beschaffung, die Vorbereitung und die Dokumentation der verabreichten Medikamente. Ferner beinhaltet es die genaue Beobachtung des Patienten hinsichtlich der Wirkungen und möglicher Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Medikamente.

Das Zusammenstellen von Medikamenten erfordert also eine genaue Befolgung der ärztlichen Anweisungen, die Beratung durch die Apotheke und die Einhaltung des Medikationsplans. Bei Fragen oder Unsicherheiten sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um eine sichere und effektive Einnahme Ihrer Medikamente zu gewährleisten.

Wie kann ein Medikationsplan bei Wechselwirkungen helfen?

Hausärzte wissen häufig nicht, was andere Ärzte dem Patienten an Medikamenten verordnet haben und mit welchen Vitaminen, Nahrungsergänzungsmitteln und pflanzlichen Präparaten sie die eigene Gesundheit selbst unterstützen. Mit einem aktuellen Medikationsplan können Risiken vermieden und ein Überblick über mögliche Wechselwirkungen von Medikamenten behalten werden.

Besonders für Allergiker, Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen oder Mehrfachmedikation können Wechselwirkungen zur Gefahr werden. Daher ist es wichtig, alle Arzneimittel und Präparate, die der Patient ansonsten einnimmt, in den Medikationsplan einzutragen und bei Bedarf auf unerwünschte Interaktionen zu überprüfen.

Durch einen sogenannten Arzneimittel-Therapie­sicherheits-Check (AMTS-Check) können Versicherte über mögliche Neben- und Wechselwirkungen oder Kontraindikationen gewarnt werden, was mögliche Risiken eingrenzt.

Wie kann ein Medikamentenmanagement verbessert werden?

Ein verbessertes Medikamentenmanagement kann durch die Einführung elektronischer Medikamentenverwaltungssysteme, der Schulung des Personals, fachübergreifender Zusammenarbeit, regelmäßige Überprüfung der Medikation, einer umfassenden Patientenaufklärung und Maßnahmen zur Qualitätssicherung erreicht werden.

Ziel ist es, Fehler zu minimieren, die Medikation besser zu überwachen, die Kommunikation zu verbessern und die Patientensicherheit zu erhöhen. Zudem können innovative Technologien wie Rohrpostsysteme im Krankenhaus die Effizienz der Medikamentenversorgung steigern und eine schnellere Bereitstellung sicherstellen.

Vorteile von Rohrpostsystemen in Krankenhäusern

Rohrpostsysteme gehören inzwischen zur Grundausstattung von Krankenhäusern ab 200 Betten. Denn sie sind die ideale Lösung, wenn es lange Wege zu überbrücken gilt und es auf Sekunden ankommt. Zum Beispiel, wenn während einer Operation eine Blutkonserve oder das Resultat einer Probe benötigt wird. Egal, ob Blut-, Gewebe- und Urinproben oder Medikamente – alles, was eilig ist, wird durch die Krankenhausrohrpost schnellstmöglich, sicher und schonend transportiert.

Die Vorteile von Rohrpostsystemen in Krankenhäusern im Überblick:

  • Schnelle Medikamentenlieferung: Rohrpostsysteme transportieren Medikamente und medizinisches Zubehör auf schnelle Weise von der Apotheke oder Zentralstation direkt zu den Stationen oder Behandlungszimmern. Dadurch verkürzen sich die Wartezeiten für die Patienten, und dringend benötigte Medikamente können sofort verfügbar gemacht werden.
  • Minimierung von Laufwegen: Medizinisches Fachpersonal spart wertvolle Zeit, da sie nicht mehr manuell Medikamente von einem Ort zum anderen tragen müssen. Dadurch können sie sich vermehrt auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, was die Effizienz steigert.
  • Reduzierung von Fehlern: Rohrpostsysteme sind präzise und zuverlässig. Die Möglichkeit menschlicher Fehler, wie beispielsweise Verwechslungen oder falsche Dosierungen, wird minimiert, da das System genau dorthin transportiert, wo es gebraucht wird.
  • Sicherheit und Kontrolle: Rohrpostsysteme können mit speziellen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet werden, um den Zugriff auf Medikamente zu beschränken und somit Diebstähle oder Manipulationen zu verhindern.
  • Bestandsverwaltung: Das Rohrpostsystem kann mit einem automatischen Bestandsverwaltungssystem verbunden werden, das den Lagerbestand verfolgt und Alarme auslöst, wenn Medikamente zur Neige gehen. Dadurch kann eine rechtzeitige Auffüllung gewährleistet werden.
  • Dokumentation und Rückverfolgbarkeit: Rohrpostsysteme können mit einer Dokumentationsfunktion ausgestattet werden, die den Transport und die Lieferung von Medikamenten aufzeichnet. Dies ermöglicht eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und trägt zur Sicherheit und Qualitätssicherung bei.

Die Implementierung eines gut durchdachten Rohrpostsystems im Krankenhaus kann somit zu einem optimierten Medikamentenmanagement führen, das die Sicherheit, Effizienz und Qualität der medizinischen Versorgung für die Patienten verbessert.

Kontaktieren Sie Air-Log International GmbH für mehr Informationen zu Rohrpostsystemen!

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