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5 Fragen zur Rohrpost

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5 Fragen zur Rohrpost

Oh, Rohrpost gibt es noch?

 

Aber selbstverständlich! Auch wenn sich der Anwendungszweck im Laufe der Jahre verändert hat, ist eine Rohrpostanlage doch immer noch ein wesentlicher Bestandteil in vielen industriellen Unternehmen und insbesondere auch ein Qualitätsmerkmal in größeren Krankenhäusern.

Wo früher vermehrt Dokumente innerhalb eines Gebäudes versandt worden sind, beispielsweise in Krankenhäusern die Röntgenaufnahmen und Patientendokumente, hat sich dieser Einsatzzweck aufgrund der zunehmenden Digitalisierung komplett auf den Versand von Proben, Medikamenten und anderen Gegenständen konzentriert. Denn auch wenn die Digitalisierung dem Menschen vieles einfacher gemacht hat, den Versand von Blutproben - von der Station in das Labor - kann ein Computer auch heute noch nicht übernehmen.

Der schnelle und zuverlässige Transport steigert die Effizienz der Transportwege und ist folglich eine hohe Arbeitserleichterung. Zwar ist die Rohrpostanlage bereits über 150 Jahre alt, doch hat sie sich durch ihre Einfachheit etabliert und ist ein sehr wichtiger und fester Bestandteil der Intralogistik in unterschiedlichsten Betrieben.

Wo wird eine Rohrpost eingesetzt?

Es gibt vielseitige Einsatzmöglichkeiten für eine Rohrpostanlage. Der naheliegende Einsatzbereich ist das Krankenhaus. Es ist bisher nicht anders möglich, beispielsweise Gewebeproben direkt aus dem OP in das drei Stockwerke höher und 500 Meter weit entfernt liegende Labor zu befördern. Natürlich geht das auch zu Fuß, aber dies kostet viel Zeit und bindet das Personal, welches woanders dringender benötigt wird.

Auch in Stahlwerken oder anderen industriellen Betrieben findet die Rohrpostanlage seine Daseinsberechtigung. Stahlproben müssen zunächst im Labor auf ihre einwandfreie Beschaffenheit getestet werden, geht es hier doch um große Mengen flüssigen Stahls, welcher Dank eines schnellen Laborprobenergebnisses in die nächste Produktionsstufe weitergegeben werden kann und somit auch um viel Geld, da die Produktionszeit verkürzt wird.

Apropos Geld: in Supermärkten und Tankstellen findet dann die kleinere Ausführung der Rohrpostanlage ihren Einsatzzweck. Geschickt und verdeckt unter dem Tresen installiert, kann das Personal in kleinen Rohrpostbüchsen das Bargeld verstauen und dieses auf direktem Weg in einen weit entfernten, gesicherten Bereich oder Tresor befördern. So stellt man sicher, dass in der Kasse nicht zu viel Geld vorhanden ist und trägt zusätzlich zur Sicherheit der Mitarbeiter bei.

Was kostet eine Rohrpostanlage?

Die Kosten für eine Rohrpostanlage müssen grundsätzlich individuell errechnet und ermittelt werden. Hier gibt es so viele unterschiedliche Parameter zu berücksichtigen, dass einem fast schwindelig werden kann. Aber wir sind seit über 25 Jahren in diesem Bereich tätig und haben so viel Wissen, dass wir auch vor großen Projekten nicht zurückscheuen.

Bei kleineren Anlagen mit wenigen Stationen innerhalb eines Gebäudes oder großen Systemen, die mehrere Gebäude miteinander verbinden und sehr viele Empfangs-und Sendestationen haben, muss grundsätzlich eine vernünftige Planung erfolgen, um die Transportmatrix mit den geplanten Sende -und Empfangsstationen in Einklang zu bringen. Es gibt natürlich auch noch tolle Sonderausstattungen, vergleichbar mit einem Autokauf. Auch ist es zwingend wichtig zu wissen, ob die Rohrpostanlage in ein bereits bestehendes Gebäude integriert werden soll, oder aber ob sie bereits in der Bauplanungsphase berücksichtigt wird. Aus diesem Grund kann man Ihnen also, ohne weitere Informationen zu haben, keine konkrete Antwort geben.

Sehr gerne kalkulieren wir für Sie, unter Berücksichtigung all Ihrer Wünsche, ein individuelles Angebot.

Ist die Rohrpostanlage sicher?

Sicherheit wird überall groß-geschrieben und ist einer der Hauptgründe für die Implementierung einer Rohrpostanlage. Die Rohrpostanlage gehört zu den sichersten Transportmitteln überhaupt. In Betrieben mit einer hohen Bargeldfluktuation wie in Supermärkten und Tankstellen bietet sie zusätzliche Sicherheit: Denn die Mitarbeiter haben Zugriff auf die Sendestation, können also das Bargeld aus der Kasse in eine Büchse stecken und losschicken, sie haben aber keinen Zugriff auf den Tresor, in welchem die Büchsen direkt landen. Ab 1000 € meldet das Kassensystem dem Mitarbeiter, dass das Geld abgeschöpft werden soll. Bei einem Überfall kann demnach nur der klein gehaltene Kassenbestand geplündert werden.

Auch in der Intralogistik gibt es verschiedene Möglichkeiten, die versendeten Waren, Proben oder Medikamente vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Mittels Transpondertechnologie (RFID) kann man genauestens verfolgen, wo sich welche Büchse befindet, von wem sie wo losgeschickt wurde, wann sie empfangen und sogar von wem sie entgegengenommen worden ist. Eine absolut lückenlose Verfolgbarkeit und somit die höchst-mögliche Sicherheitsstufe.

Wie funktioniert eine Rohrpostanlage?

Das Funktionsprinzip einer Rohrpostanlage ist ganz einfach zu erklären:

Ma benötigt ein Gebläse, auch Seitenkanalverdichter genannt, für den Luftdruck – bzw. Luftsog (Über- und Unterdruck), Rohrleitungen, Sende- und Empfangsstationen und selbstverständlich Transportbehälter, sogenannte Rohrpostbüchsen.

Die Rohrpostfahrrohre werden mit dem Gebläse und den Stationen verbunden und schon kann man damit unterschiedlichste Gegenstände hin- und herschicken. Natürlich ist es nicht ganz so einfach, es gibt nämlich unzählige zusätzliche mechanische und elektrische Komponenten, die mitberücksichtigt werden müssen.

Das Herzstück der Rohrpostanlage ist die Steuerung. Wir verwenden eine Computersteuerung per PC mit Windowsoberfläche.

Das Rohrpostnetz kann man sich vorstellen wie einen Baum mit sehr vielen Verästelungen in alle Richtungen. Die Äste symbolisieren hier die Rohre, die Wurzel ist das Gebläse mit einer Luftumkehrweiche.

An manchen Stellen im System werden zusätzliche Abzweigweichen eingebaut, um die Büchsen in die gewünschte Richtung zu befördern bzw. zu verzweigen.

An der Sende- und Empfangsstation muss lediglich die Nummer der Zielstation eingegeben, die Rohrpostbüchse hereingestellt und auf „Senden“ gedrückt werden. Schon geht die Fahrt der Büchse los - und zwar mit ca. sieben Metern pro Sekunde - und endet dann in der Empfangsstation. Hier kann das Personal sie nun entgegennehmen.

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