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Die menschliche Rohrpost

12.12.2018 08:06
Hyperloop von der Seite
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Eigentlich kennt man die Rohrpost von früher zum Verschicken von Briefen oder wichtigen Dokumenten beziehungsweise heute zum Versand eiliger Unterlagen und Proben in Kliniken. Doch was bitte soll eine Rohrpost für Menschen sein? Elon Musk, der Gründer der Firma Tesla, brachte die Idee auf den Markt und will mit seinem System Hyperloop Menschen in Schallgeschwindigkeit von A nach B transportieren. Klingt verrückt? Vielleicht ist der Gedanke zuerst ein bisschen futuristisch, aber der Ansatz ist eigentlich ziemlich spannend.

 

Menschliche Rohrpost – was ist das?

Mit Schallgeschwindigkeit in nur 35 Minuten die 600 km zwischen San Francisco und Los Angeles zurücklegen – klingt verlockend oder? Mit dem Projekt Hyperloop von Elon Musk soll dies Wirklichkeit werden. Bei dem System handelt es sich um eine Art Röhre, durch die eine Kapsel mit hoher Geschwindigkeit, also mit etwa 1.220 km/h bzw. 760 Meilen die Stunde, geschossen wird.

Dabei soll das neue Transportsystem schneller, sicherer, bequemer und kostengünstiger als alternative Projekte, wie beispielsweise der sich in Planung befindende Hochgeschwindigkeitszug in Kalifornien, sein. Der Hyperloop soll außerdem unabhängig vom Wetter und robust gegen Erdbeben, welche in dieser Ecke regelmäßig vorkommen, fahren können

Musk sieht das ganze System als Open Source, es sollen sich also andere Ingenieure daran beteiligen und die Idee mitgestalten sowie weiterentwickeln.

 

So soll der Hyperloop funktionieren

Das System besteht hauptsächlich aus zwei Komponenten: den Kapseln und den Röhren. Die Kapseln sollen dabei eine Kapazität für 28 Personen haben. Alternativ sind auch größere Kapseln im Gespräch, die neben den Personen zusätzlich drei Autos transportieren könnten. Alle 2 Minuten soll dann eine Kapsel losfahren, das entspräche einer Kapazität von 840 Passagieren pro Stunde! Insgesamt sind 40 Kapseln geplant, 6 davon stehen in den Bahnhöfen zum Ein- und Aussteigen, die restlichen sind im Hyperloop unterwegs.

Die Röhren sind verantwortlich für den Antrieb der Kapseln. Dazu sind sie mit Elektromotoren, ähnlich dem Modell in Teslas Elektroautos, ausgestattet. Diese so genannten flachen Induktionsmotoren werden dann etwa alle 70 Meilen in der Röhre befestigt, um der Kapsel immer wieder einen Schub zu versetzen.

Das Röhrensystem selbst soll laut Plan auf Pylonen errichtet werden. Allerdings soll die Röhre nicht damit verbunden werden, um das System robust gegen Erdbeben zu machen. Es gäbe insgesamt zwei Stahlröhren, damit sich die Kapseln gleichzeitig in beide Richtungen bewegen könnten. Geplant sind aktuell zwei Bahnhöfe, einer in San Francisco und einer in Los Angeles, dort haben die Passagiere jeweils 5 Minuten Zeit zum Ein- und Aussteigen. Weitere Zwischenstationen wären theoretisch aber auch möglich.

Für den Hyperloop wird viel Strom benötigt, daher soll sich das System komplett selbst damit versorgen können. Elon Musk plant dazu Solarzellen auf der Röhre, welche insgesamt mehr Strom erzeugen sollen, als der Hyperloop benötigt. Die überschüssige Energie wird dann in großen Akkus gespeichert, sodass das System auch nachts sowie bei schlechtem Wetter laufen kann.

Die Kosten für das Transportsystem der Zukunft werden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.

 

Scotty, beam mich nach Los Angeles!

Kein Stau, keine unnötige Wartezeit am Flughafen, keine Zugausfälle - das klingt alles schon sehr verlockend. Ein bisschen erinnert der Hyperloop dabei fast ans Beamen. Doch bis es so weit ist, wird es wohl noch ein bisschen dauern. Bis dahin können wir uns aber schon mal ausmalen, welche Kurztrips dann alle für uns in Rekordgeschwindigkeit erreichbar wären! Und uns vorstellen, wie wir Menschen in einer Rohrpost sitzen und losgeschickt werden.

 

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